Otto – Vom Katalog zur digitalen Handelsplattform |
Otto – Vom Katalog zur digitalen Handelsplattform Es gibt Unternehmen, die die Zeit einfach überlebt haben. Und dann gibt es Unternehmen, die die Zeit aktiv mitgeprägt haben. Otto gehört zur zweiten Kategorie. Wer in Deutschland aufgewachsen ist, erinnert sich an den dicken Otto-Katalog, der einmal im Jahr ins Haus kam und stundenlang durchgeblättert wurde. Das war Einkaufen, bevor das Internet existierte. Gegründet 1949 von Werner Otto in Hamburg, begann alles mit 28 Paar Schuhen und einem handgefertigten Katalog. Die Idee war simpel: Qualitätsprodukte direkt nach Hause liefern, ohne dass der Kunde extra in ein Geschäft muss. Heute nennt man das E-Commerce – und Otto ist einer der größten Onlinehändler Europas. Der Sprung ins Internet ist Otto besser gelungen als vielen anderen traditionellen Versendern. Während andere Katalogriesen in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sind, hat sich otto.de zu einer der meistbesuchten Shopping-Plattformen Deutschlands entwickelt. Mit über 30 Millionen Produkten und Millionen aktiver Kunden spielt Otto heute in einer Liga, in der echte Schwergewichte des Handels unterwegs sind. Was Otto von reinen Online-Händlern unterscheidet, ist die Tiefe des Konzerns dahinter. Die Otto Group umfasst rund 40 Unternehmen, darunter Bonprix, Baur und Hermes – ja, genau der Logistikdienstleister, der die Pakete ausliefert. Diese vertikale Integration gibt Otto Kontrolle über die gesamte Lieferkette, was in Krisenzeiten ein echter Vorteil sein kann. Nachhaltigkeit ist bei Otto kein Thema, das man dem Marketing überlassen hat. Das Unternehmen hat früh damit begonnen, nachhaltig produzierte Textilien anzubieten, CO?-Emissionen im Versand zu reduzieren und Lieferketten transparenter zu machen. Die Otto Group ist eines der wenigen deutschen Handelsunternehmen, das regelmäßig konkrete, messbare Nachhaltigkeitsziele veröffentlicht und Rechenschaft ablegt. Ein weiterer Bereich, in dem Otto investiert, ist Technologie. Mit datengetriebenen Empfehlungssystemen und einem eigenen KI-Team versucht das Unternehmen, das Einkaufserlebnis persönlicher zu machen. Wer wissen möchte, wohin die strategische Reise geht, findet auf der Otto Group Unternehmensseite Einblicke in Vision und Ausrichtung des Konzerns. Natürlich ist der Preisdruck im Online-Handel enorm, die Margen dünn und die Kunden anspruchsvoller denn je. Otto muss sich täglich neu beweisen. Aber die Geschichte des Unternehmens zeigt, dass es das bereits mehrfach geschafft hat. Mehr über die Nachhaltigkeitsinitiativen des Konzerns gibt es auf der Otto Group Nachhaltigkeitsseite. Was bleibt, ist eine bemerkenswerte Geschichte: Ein Hamburger Kaufmann mit 28 Paar Schuhen hat ein Unternehmen aufgebaut, das heute zu den bedeutendsten Handelskonzernen Europas gehört. Das ist kein Zufall – das ist das Ergebnis von mutigen Entscheidungen und der Bereitschaft, sich immer wieder neu zu erfinden. |
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